Wasserschaden Tiefgarage – Wenn Ihr Auto baden geht Feb05

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Wasserschaden Tiefgarage – Wenn Ihr Auto baden geht

Bautrockner in der gesamten Tiefgarage und unzählige Autos umgeben von Wasser. Das sind Bilder, die kein Autobesitzer in seiner eigenen Tiefgarage sehen will. Welchen Folgen hat ein Wasserschaden für Ihr Auto.

Bautrockner Tiefgarage

Wasserschaden -wenn nur noch der Bautrockner hilft
(c) Holger Rempt / pixelio.de

Bei einer Tiefgarage handelt es sich im Wesentlichen um einen, mit mehreren Stellplätzen ausgestatteten Abstellplatz für Fahrzeuge unterhalb der Erdoberfläche. Die Tatsache, dass diese unterirdischen Parkplätze in der Regel in unmittelbarer Nähe des Grundwassers gebaut werden, erhöht das Risiko des unkontrollierten Wassereintritts. Zudem kommt, dass die Anzahl der Fluten und der temporäre Dauerregen in Deutschland zugenommen haben und auch hierbei die Tiefgaragen gerne von dem eindringenden Wasser geflutet werden.

Der Bautrockner Einsatz in der Tiefgarage

Die Tiefgarage ist voller Wasser und Ihr Auto badet förmlich. Ein trauriger Anblick aber jetzt heißt es schnell und richtig handeln, um noch Schlimmeres zu vermeiden. Verständigen Sie Ihre Versicherung und erkundigen Sie sich, welche Maßnahmen Sie treffen müssen, um später keine Schwierigkeiten zu bekommen. Machen Sie zudem Fotos und ziehen Sie andere Personen als Zeugen hinzu. Um den Schaden nicht noch weiter zu vergrößern, liegt es meist im Interesse der Versicherungen, wenn Sie möglichst schnell mit der Wasserbeseitigung und dem Aufstellen mehrerer Bautrockner beginnen. Je nachdem ob Ihre Tiefgarage auch als Keller genutzt wird, räumen Sie im ersten Schritt alle Gegenstände in Sicherheit. Überprüfen Sie in der Tiefgarage vorhandene Abflüsse auf Verstopfungen, damit das Wasser dort auch ablaufen kann. Sobald die Tiefgarage freigeräumt wurde, beginnen Sie das Wasser, mittel Wasserpumpen oder mit saugfähigen Lappen zu entfernen. Scheint der Boden wieder oberflächlich trocken, stellen Sie Bautrockner auf. Wenn Sie nicht im Besitz von einem Bautrockner sind, besteht bei vielen Unternehmen die Möglichkeit Bautrockner für die schnelle und effiziente Wasserschadenbeseitigung anzumieten. Da Bautrockner in der Regel auf eine Stromversorgung angewiesen sind und Tiefgaragen meist nicht über Stromanschlüssen verfügen, sollten Sie sich zusätzlich Gedanken über Notstromaggregate machen.

Welchen Bautrockner brauch ich?

In der Regel unterscheidet der Fachmann zwei Typen von Bautrockner. Auf der einen Seite der Bautrockner haben wir den Kondenstrockner und Luftdrucktrockner und auf der anderen Seite der Bautrockner vom Typ Mikrowellentrockner. Ein Bautrockner in Form von Kondenstrockner und Luftdrucktrockner kommen sehr oft zum Trocknen von Oberflächen wie feuchtem Mauerwerk z.B. bei Wänden, Estrich etc. zum Einsatz. Zudem werden Bautrockner dieser Art nach Wasserschäden in Wohnungen und bei Altbausanierungen eingesetzt. Der Bautrockner vom Typ Mikrowellentrockner wird Wärme erzeugt, wodurch sich die Feuchtigkeit befindet. Experten für Bautrockner empfehlen, dass nach Überschwemmungen oder bei Neubauten, der Bautrockner in Form des Mikrowellentrockners verwendet werden soll. Die Begründung liegt in dem Verfahren von dem Bautrockner, der die Wände aufgeheizt, woraufhin das Wasser schneller an die Oberfläche tritt und dort schneller verdampft.

Vorteile der Bautrockner in der Tiefgarage

Gerade in Tiefgaragen, die in der Regel keine beheizbaren Räume sind, sind Bautrockner ideal. Ein wesentlicher Vorteil von Bautrocknern ist es, dass durch den Einsatz der Bautrockner die Trocknungsphasen verkürzen werden und gerade bei der Entfeuchtung von großen Räumen hilfreich sind. Achten Sie bei der Wahl der Bautrockner darauf, dass die Leistung der Bautrockner an das Gebäude und besonders die Bedingungen in der Tiefgarage angepasst sind. Dank der Bautrockner erfolgt eine schonende Trocknung, da die Luftfeuchtigkeit hier kontinuierlich und nicht schlagartig gesenkt wird. Einige Bautrockner sind auch in der Lage, bei Minus-Temperaturen eingesetzt zu werden.

Schäden Auto Bautrockner

Schäden wenn Ihr Auto baden geht
(c) Wolfgang Dirscherl / pixelio.de

Mit welchen Schäden muss ich beim Auto rechnen?

Welche Schäden bei einem Wasserschaden am Auto entstehen, hängen nun nicht nur von der Wassertiefe, sondern auch vom Automodell ab. Im Beitrag des ADAC zu Schäden verursacht durch Wasser im Auto, bieten eine ausführliche Auflistung von möglichen Schadensbildern. Kategorisiert nach den Höhen: Mitte der Stoßstange, über Türschweller und bis Scheibenunterkante, wird Ihnen das Schadenrisiko näher gebracht.

Was muss ich nach einem Wasserschaden bei meinem Auto beachten?

Stand das Auto bis unters Dach im Wasser, ist von einem Totalschaden auszugehen. Stand Ihr Auto jedoch nur teilweise unter Wasser, gilt es einige Schritte zu beachten, um Schäden zu vermeiden. Es könnten Schäden am Motor (Wasserschlag) auftreten oder unter Umständen kann die Elektronik unter dem Wasser gelitten haben.

  • Das Auto darf nur gestartet werden, wenn das Wasser nur bis zur Unterkante der Türen stand
  • Keine Starthilfe geben
  • Batterie von einem Fachmann abklemmen lassen
  • Wasser aus dem Fahrzeug ablaufen lassen
  • Keine Trocknungsversuche mit dem Föhn
  • Einen Bautrockner für den überflutete Innenräume gibt es nicht, lassen Sie diesen am besten bei einer Autolackiererei trocken legen
  • Nicht die Innenverkleidung ausbauen, da diese sich verziehen könne und später nicht mehr eingebaut werden könne
  • Vor der ersten Zündung von einem Fachmann heranziehen
  • Bei der ersten Fahrt nur Schritttempo, da Ablagerungen von Schmutz und Wasser die Bremsen beeinträchtigen können

Was zahlt die Versicherung

Bei Wasserschäden am Auto gelten folgende Bedingungen. Fahrer, die mit einer Teilkaskoversicherung versichert sind, können bei einer plötzlich auftretenden Überschwemmungen oder wenn das Auto in einer mit Wasser vollgelaufenen Tiefgarage beschädigt wird, mit Geld von der Versicherung rechnen. Dies gilt allerdings nicht, wenn Sie durch in eine offensichtlich überschwemmte Tiefgarage hineinfahren und damit einen Schaden am Fahrzeug in Kauf nehmen. Die Faustregel der Versicherungen besagt: „Kommt das Wasser zum Auto“, zahlt die Kaskoversicherung, „kommt das Auto zum Wasser“, muss der Betroffene selbst für den Schaden aufkommen.

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