Der Job als Konstrukteur in Automobil- und Flugzeugindustrie Nov14

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Der Job als Konstrukteur in Automobil- und Flugzeugindustrie

Carl Benz, Henrich Focke, Ferdinand Graf von Zeppelin und Ferdinand Porsche haben eines gemeinsam. Sie alle gelten als Konstrukteure der Automobil- und Flugzeugindustrie.

Das Berufsbild des Jobs Konstrukteur kann sehr vielfältig sein, es ergibt sich zum Teil aus der Branche, in der gearbeitet wird, der Größe des Arbeitgebers, dem Aufgabenbereich der Abteilung innerhalb der Firma und der eigenen Position. Wer heute Interesse hat in einer Entwicklungsabteilung der verschiedensten Unternehmen Fuß zu fassen, sieht sich der Herausforderung von ständig wechselnden Produkten und Prozessen im Maschinen-, Fahrzeug-, Geräte- und Anlagenbau konfrontiert.

Gerade für den Themenbereich Produktgestaltung des Jobs Konstrukteur sind der Umgang mit neuen Materialien, Komponenten und Funktionsträgern, mechatronischen, adaptronischen und optisch- elektronisch- mechanischen Systemen an der Tagesordnung, aber auch das Know- how bezüglich der digitalen Steuerung und Regelung von Produktionsprozessen, neuen Fertigungsverfahren und Automatisierungsmöglichkeiten darf nicht fehlen. Mit Ihren Ideen und Entwürfen sind Sie den Themen rund um Autopilot und Ökostrom weit voraus. All dies sind Anforderungen denen man sich bei der Wahl des Jobs als Konstrukteur stellen muss.

Aufgaben des Jobs Konstrukteur

Aufgabe Jobs Konstrukteur

Aufgabe des Jobs Konstrukteur
(c) Wolfgang Dirscherl / pixelio.de

Konstrukteure stellen in der Regel Ingenieure und Techniker mit einer dem Fachgebiet entsprechenden Ausbildung dar. Schwerpunkte des theoretischen und praktischen Berufsbildes sind Physik, Mathematik und Geometrie. Die Jobs als Konstrukteur werden in einer Konstruktionsabteilung oder in einen Ingenieur- bzw. Planungsbüro ausgeübt. Als Konstrukteur zählt der, der die Tätigkeit des konstruierens ausübt. Seine Hauptaufgabe besteht darin, Ideen, Überlegungen, Prinzipien, Berechnungen und Fertigungsverfahren auf Grund bekannter Standards zu entwickeln, welche die Funktion und die Herstellung eines technischen Produktes (einer Maschine oder eines Bauwerks) ermöglichen. Zu diesen Aufgaben zählen meist:

  • die grafische Ausarbeitung der Konstruktion mit Hilfe von CAD-Systemen
  • Prüfen der technischen Zeichnung
  • das Auslegen der Bauteile – Zusammenbauzeichnungen und Stücklisten
  • die Festlegung der Toleranzketten (Maß- und Toleranzangaben)
  • das Festlegen der Werkstoffe
  • Aussagen bezüglich Material-, Bearbeitungsangaben
  • die Durchführung genauer Rechen- und Prüfverfahren

Berührungspunkte des Jobs Konstrukteur gibt es vor allen zu den Jobs Produktgestalter (Designers) und technischer Zeichner. Während der Schwerpunkt der Arbeit eines Produktgestalters jedoch mehr im ästhetisch-künstlerischen Bereich liegt, sind die ergonomischen Anforderungen für industriell produzierte Gegenstände von Konstrukteuren erdacht oder zumindest aus Entwürfen anderer realisierbar gemacht.

Ausbildungsmöglichkeiten: Viele Wege führen zum Konstrukteur

Die Nachfrage nach Konstrukteuren ist hoch. In ganz Deutschland suchen bekannte Arbeitgeber der Automobil- und Flugzeugindustrien nach qualifizierten Personal. Neben den beliebten Automobilherstellern vergibt auch AviationPower als Luftfahrtdienstleister Jobs als Konstrukteure an fünf Standorten (Berlin, Frankfurt, Hamburg, Köln und München). Doch welche Voraussetzungen muss man für einen dieser Jobs erfüllen?

Wie in fast jedem klassischen produzierenden Gewerbe, besteht die Möglichkeit eine Ausbildung als Konstrukteur oder ein entsprechendes Studium abzulegen. Die Ausbildung erfolgt meist durch eine 4-jährige Lehre in einer Firma, mit überbetrieblichen Kursen und Berufsfachschule. Studierte Ingenieure und Techniker des entsprechenden Fachgebietes können ohne spezielle Prüfung selbstständig als Konstrukteure arbeiten.

Ausbildung und Weiterbildung im Konstrukteurs Job

Ausbildung Konstrukteur

Ausbildung, Studium, Jobs Konstrukteur
(c)Karl-Heinz Laube / pixelio.de

Viele Betriebe, Universitäten und Hochschulen stehen jedoch vor der Herausforderung junge angehende Konstrukteure ausreichend auf ihr späteres Arbeitsumfeld vorzubereiten. Die Ausbildung als Konstrukteur muss einerseits dem Wandel an Tätigkeitsfeldern und Anforderungen mit angepassten Ausbildungskonzepten begegnen. Andererseits muss der Beruf attraktiv für Studierende und Arbeitgeber bleiben.

Hinzu kommen Weiterbildungskonzepte, mit denen Konstrukteure hinsichtlich der sich ändernden Anforderungen und vorhandenen Methoden und Softwarewerkzeuge systematisch weitergebildet werden können. Für die Fachrichtungen Maschinen- und Anlagentechnik, Stahl- und Metallbautechnik, Heizungs-, Klima- und Sanitärtechnik, Holztechnik und Elektrotechnik besteht die Möglichkeit einer Fortbildung zum Geprüften Konstrukteur nach dem Berufsbildungsgesetzes (BBiG).

Zulassung zur Prüfung

Voraussetzung für die Prüfung sind eine abgelegte Abschlussprüfung zum Technischen Systemplaner, Technischen Produktdesigner bzw. Technischen Zeichner oder eine anerkannte Berufsausbildung, der Metall-, Elektro- oder Holzberufe, sowie eine mindestens dreijährige Berufserfahrung die der beruflichen Fortbildung zum Konstrukteur dienlich ist oder eine mindestens siebenjährige Berufspraxis im Konstruktionsbereich. Zur Prüfung kann auch zugelassen werden, wer durch Vorlage von Zeugnissen glaubhaft macht, dass er Kenntnisse, Fertigkeiten und Erfahrungen erworben hat, die die Zulassung zur Prüfung rechtfertigen.

Mögliches Gehalt

Entsprechend einer ersten groben Richtlinie liegt das Gehalt des Jobs Konstrukteur zwischen 2.000 bis über 5.000 Euro im Monat. Dies umfasst sowohl Geprüfte Konstrukteure als auch Ingenieure. Schulbildung und Ausbildung, berufliche Erfahrung, Alter, Branche, Region, Verantwortungsbereich, Firmengröße, Wochenarbeitszeit, Anzahl der Urlaubstage, Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind allerdings, wie überall üblich maßgeblich am Gehalt entscheidend.

Beim Einstiegsgehalt nach der Ausbildung orientieren sich viele Firmen an ihren internen Standards. Das Einstiegsgehalt für Ingenieure lag 2011 bei etwa 42.000 Euro pro Jahr. Ist man als Freiberuflicher Ingenieur / Konstrukteur beschäftigt, erfolgt eine Vergütung meist auf Stunden- oder Tagesbasis. Hier liegen die üblichen Stundensätze etwa zwischen 30 und 70 Euro. Wieviel Geld Ihnen als Konstrukteur entsprechend Ihrer Ausbildung und Arbeitsregion zusteht, können sie unter www.Lohnspiegel.de ermitteln und vergleichen.

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