Ökonomische Entscheidungen und deren Richtigkeit Sep24

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Ökonomische Entscheidungen und deren Richtigkeit

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Ökonomische Entscheidungen
(c)Lupo / pixelio.de

Man muss nicht unbedingt Student oder Absolvent der Volkswirtschaften sein um manch einfache Zusammenhänge zu erkennen, die im alltäglichen Leben beobachtet werden können und einen Konnex zu Theorien, Modellen oder aber einfach auch Gesetzen aus der modernen Volkswirtschaftslehre haben. Jeder politisch interessierte Mensch der sich regelmäßig über aktuelle Debatten und Vorschläge der Regierung informiert, wird zu wirtschaftspolitischen Fragen einen volkswirtschaftlichen Konnex herstellen können. Es sind nicht immer vernünftige Entscheidungen, im Sinne einer wissenschaftlichen und vor allem ökonomischen Betrachtungsweise die ein maximales Gemeinwohl-Niveau zum Ziel hat, die von den regierenden Parteien und Politikern getroffen werden. In vielerlei Hinsicht entscheiden Politiker nicht auf Basis sachlicher, in diesem Fall ökonomischer, Kriterien, sondern vielmehr auf Basis politischer Kriterien. D as Ergebnis sind meist Kompromisse mit dem Koalitionspartner oder der Opposition und damit in gewisser Weise unvernünftige Entscheidungen, die nicht primär zur Verbesserung der Wirtschaftspolitik beitragen, sondern eher zur Beruhigung politischer Gegner. Abseits der unzähligen Kompromiss-Entscheidungen gibt es in jeder Volkswirtschaft und jedem dazugehörigen politischem System auch jene politischen Prozesse, die tatsächlich eine Verbesserung der Wirtschaftspolitik des Landes bewirken. Beispielsweise dann wenn sich ein hoch-verschuldeter Staat entschließt die Steuern zu erhöhen um mit den kalkulierten Mehreinnahmen das Budget zu sanieren. Zwar ist diese Milchmädchenrechnung nicht unbedingt ein schwieriger ökonomischer Zusammenhang, jedoch gab es im Lauf der Geschichte auch immer wieder Beispiele von Ländern, die in solchen oder ähnlichen Situationen anders e ntschieden haben und anstatt Steuererhöhungen die Ausdehnung von Sozialtransfers in die Wege geleitet haben. Das beste und wohl auch bekannteste Beispiel in diesem Zusammenhang ist Griechenland.

Abseits der politischen Ebene, auf der gesamtwirtschaftliche Entscheidungen von Politik und Parteien getroffen werden, gibt es aber auch im privaten Alltagsleben immer wieder ökonomische Entscheidungen, die auf einer sachlichen Argumentationsebene nicht zu verteidigen sind. Ein sehr gutes Beispiel ist in diesem Zusammenhang der Kauf eines Neuwagens. Einen Neuwagen im Gegensatz zu einem Gebrauchtwagen zu kaufen ist nicht nur eine Frage des Geldes, sondern auch eine ökonomische Überlegung. Entscheidet man sich nämlich einen Gebrauchtwagen zu kaufen und am Gebrauchtwagenmarkt nach einem passenden Modell zu suchen, kann man so ein Auto zu einem sehr günstigen Preis erstehen ohne eine baldige drastische Wertminderung in Kauf nehmen zu müssen. Beim Kauf eines Neuwagens jedoch muss man sich darüber im Klaren sein, dass man die ersten Jahre einen Wertverlust von nahezu 50% des Anschaffungswertes hinnehmen muss. Aus diesem ökonom ischen Blickwinkel ist es deshalb besser und vernünftiger sich am Gebrauchtwagenmarkt nach einem „neuen“ fahrbaren Untersatz umzusehen.

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