Starthilfe geben – So gehen Sie richtig vor Jan07

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Starthilfe geben – So gehen Sie richtig vor

Fast jeder Autofahrer kennt dieses jammernde Geräusch eines nicht startenden Autos. Gerade in den Wintermonaten fallen gerne die in die Jahre gekommenen Batterien vieler Autos aus. Da hilft nur eins: Starthilfe geben! Aber wie funktioniert das eigentlich.

Es kann verschiedene Gründe haben, wieso Ihr Auto heute nicht anspringen will und Sie sich Starthilfe geben lassen müssen. Gerade bei kalten Temperaturen wird das Motoröl zäh, was einen erhöhten Drehwiderstand des Motors zur Folge hat. Auch das Alter ist entscheidend, wie gut Ihre Batterie anspringt. Aber auch weitere Vorfälle wie z.B. die über Nacht angelassene Standlicht oder viele Kurzstreckenfahrten, bei denen es die Batterie nicht schafft sich vollständig aufzuladen, sind Gründe, wieso Ihr Auto nicht wie gewohnt anspringt. Aber das bedeutet nicht gleich das Ende für Sie und Ihr Auto. Denn Starthilfe geben kann in erster Linie jeder von uns, dafür müssen wir weder in einer Autowerkstatt arbeiten noch den Job als Konstrukteur ausüben. Ausgestattet mit einer weiteren Batterie oder einem anderen Fahrzeug und mit Hilfe eines sicherheitsgeprüften Überbrückungskabels (Starthilfekabel), können jeder eine schwache Batterie wieder zum Leben bekommen.

Starthilfe geben: so gehen Sie vor

Da die meisten von uns über Notstromaggregate auf vier Rädern verfügen, erfolgt in den meisten Fällen das Starthilfe geben zwischen zwei Fahrzeugen. Diese sollen hierfür nebeneinander oder gegenüber geparkt werden, ein Kontakt der Karosserie darf nicht bestehen. Die nun nachfolgenden Punkte sollten exakt, in der von uns beschriebenen Reihenfolge, eingehalten werden. So wird das Starthilfe geben eine Kleinigkeit. Vergewissern Sie sich vorab, dass alle Stromfresser am Pannenfahrzeug ausgestellt wurden.

Starthilfe geben

Können Sie Starthilfe geben?
(c) GTÜ / pixelio.de

  • 1) Die Klemmen des roten Kabels des Starthilfekabels mit den Pluspolen beider Batterien verbinden
  • 2) Nur eine Klemme des schwarzen Kabels mit dem Minuspol der Batterie des Helferfahrzeuges verbinden
  • 3) Die andere schwarze Klemme an ein beliebiges Metallteil im Motorraum des Pannenfahrzeuges befestigen
  • 4) Starten des Motors des Hilfsfahrzeuges
  • 5) Startversuch beim Pannenfahrzeug
  • 6) Erst wenn der Motor startet, dürfen elektronische Verbraucher eingeschaltet werden
  • 7) Entfernen Sie zuerst die schwarzen Klemmen
  • 8) Schalten Sie die elektronischen Verbraucher wieder aus
  • 9) Lösen Sie die roten Klemmen

Wenn Sie alle Schritte befolgt haben, sollten Sie in der Regel wieder fahren können. Aber bedenken Sie, um der Batterie wieder etwas Spannung zu verleihen, eine längere Fahrt anzutreten. Müssen Sie sich nun allerdings alltäglich Starthilfe geben lassen, dann sollten Sie eine Werkstatt aufsuchen beziehungsweise eine neue Batterie kaufen.

Damit das Starthilfe geben gar nicht nötig wird

Wenn Sie auf das lästige Starthilfe geben verzichten wollen, können Sie einige Tipps der Experten beachten, um Ihre Batterie zu schonen. Nach einer Lebensdauer von ca. 5-6 Jahren sollten Sie bereits mit dem Gedanken vertraut machen, sich eine neue Batterie anzuschaffen. Solange Sie noch mit der Alten unterwegs sind, sollten Sie die Batterie schonen. Hierfür raten Experten große Stromfresser wie Heckscheiben- und Sitzheizung, Klimaanlage sowie Radio, Gebläse und Beleuchtung für den Start ausgeschaltet zu lassen. Auch ein sauberer Motorraum schützt vor einer Selbstentladung der Batterie. Feuchter Schmutz verursacht sogenannte Kriechströme, welche die Batterie zusätzlich entladen können. Auch die Art des Motoröls kann eine entscheidende Rolle spielen. Vollsynthetische, dünnflüssige Leichtlauf-Motorenöle verteilen sich schneller in der Maschine und bringen den Motor bei Frost besser zum Laufen.

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